Sure An-Nūr (Das Licht — النور) (Ayah 30)

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24 An-Nūr(النور), Ayah 30

قُلْ لِلْمُؤْمِنِينَ يَغُضُّوا مِنْ أَبْصَارِهِمْ وَيَحْفَظُوا فُرُوجَهُمْ ۚ ذَٰلِكَ أَزْكَىٰ لَهُمْ ۗ إِنَّ اللَّهَ خَبِيرٌ بِمَا يَصْنَعُونَ 30 ٣٠

Sag zu den Mumin-Männern, dass sie von ihren Blicken niederschlagen und ihre Keuschheit bewahren. Dies ist reiner für sie. Gewiss, ALLAH ist dessen allkundig, was sie bewerkstelligen. (30)

Tafsir
Der Islam sorgt nicht nur für den Frieden in der Gesellschaft (vgl. oben An-Nūr 24: 27 28 29 und die Anmerkung dazu), sondern erzieht noch das Individuum zum feinen, reinen Benehmen. Zum feinen Benehmen gehört nicht das sog. "Angaffen", bis man den "Angegafften" mit den Augen verletzt und in Verlegenheit bringt. Der "Angaffer" selbst verletzt mit seinem Verhalten seine eigene Keuscheit, die er nach dem Qur’ān wahren soll. Das hier gemachte Gebot bezieht sich primär auf die geschlechtliche Beziehung zwischen Mann und Frau und gilt sowohl für Männer als auch für Frauen (vgl. unten An-Nūr 24:31 ). Denn die Keuschheit zu wahren, ist die natürliche Folge der Senkung der Blicke oder auch der zweite Schritt auf dem Weg der Selbstbeherrschung. Deshalb werden beide in einem Vers erwähnt. In diesem Zusammenhang sagte unser Prophet (a.s.s.): ”Der erste Blick ist für dich, und der zweite ist gegen dich.“ Dies bedeutet, dass es sich bei dem ersten Blick um die Wahrnehmung durch die Sehkraft der Augen handelt, und diese ist nicht strafbar, während beim zweiten Blick die willkürliche Handlung des Menschen gemeint ist, für die er verantwortlich ist. (vgl. Al-Muʾminūn 23: 5 6; Al-Aḥzāb 33:35 und die ausführliche Anmerkung in ÜB).

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