Sure Al-Qaṣaṣ (Die Geschichten — القصص) (Ayah 4)

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28 Al-Qaṣaṣ(القصص), Ayah 4

إِنَّ فِرْعَوْنَ عَلَا فِي الْأَرْضِ وَجَعَلَ أَهْلَهَا شِيَعًا يَسْتَضْعِفُ طَائِفَةً مِنْهُمْ يُذَبِّحُ أَبْنَاءَهُمْ وَيَسْتَحْيِي نِسَاءَهُمْ ۚ إِنَّهُ كَانَ مِنَ الْمُفْسِدِينَ 4 ٤

Gewiss, Pharao erhob sich in Arroganz im Lande und machte dessen Bewohner zu Parteien. Er schwächte eine Gruppe von ihnen ab. Er ließ ihre Söhne abschlachten und ihre Frauen am Leben bleiben. Gewiss, er war von den Verderben-Anrichtenden. (4)

Tafsir
Bevor die eigentliche Geschichte beginnt, werden zuerst die Umstände erläutert, die die Ereignisse begleiteten. Wer dieser Pharao war, ist nicht genau definiert, da nicht die historische Festsetzung das Ziel der qur’ānischen Geschichten darstellt und ihre Bedeutung nicht zu bereichern vermag. Uns genügt, zu wissen, dass diese Ereignisse sich nach der Zeit Yūsufs abspielten, der seinen Vater und seine Brüder hatte nachkommen lassen, und dass diese Kinder Israels die Nachkommen Israels (Jakobs) waren, die sich in Ägypten stark vermehrt und sich zu einem großen Volk entwickelt hatten (vgl. Sure Yūsuf). Nachdem Pharao diesen Anteil der Bevölkerung, deren Anzahl auf mehrere hunderttausend angewachsen war, nicht vertreiben konnte, um nicht seine Feinde in den Nachbarländern durch diese zu mehren, suchte er mit üblen Mitteln dieser Gefahr zu begegnen. Er zwang die Kinder Israels, gefahrliche und beschwerliche Arbeiten zu verrichten, erniedrigte sie und folterte sie. Schließlich ging er dazu über, ihre männlichen Kinder zu töten, die weiblichen hingegen am Leben zu lassen, weil durch einen Hellseher des Pharaos übermittelt wurde, dass sein Untergang durch die Hilfe eines Mannes aus dem Volk der Kinder Israels vollzogen werde. (ÜB)

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