Lieben und hassen ist eine Sache des Herzens, über die der Mensch keine Herrschaft hat. Gerecht zu sein ist dagegen immer möglich. Daher ist dies ein Gebot für diejenigen, die an Allāh und den Jüngsten Tag glauben. Die Erfüllung dieses göttlichen Gebots wird von Allāh belohnt. Wer zuwiderhandelt ist ungläubig und ihm erwartet eine schmerzliche Strafe (vgl.
An-Nisāʾ 4:135 ⧉;
An-Naḥl 16:91 ⧉ und die Anmerkung dazu).
Al-Māʾida 5:11 ⧉: Es handelt sich hier um den Feldzug von Ḏātu-r-Riqā‘. Nach dem Zug gegen die Banū An-Naḍīr blieb der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, den Monat Rabī‘u-ṯ-ṯāni bzw. Rabī‘u-l-Āḫir (vgl. Termini, s.u. Hiǧra) und einen Teil vom Ǧumādā, im Jahre 4 der Hiǧra, in Al-Madīna. Dann begab er sich auf den Feldzug nach Naǧd gegen die Banū Muḥārib und die Banū Ṯa‘laba, zwei Unterstämme des Großverbandes der Banū Ġaṭafān. Er rückte bis Naḫl vor, wo er auf eine große Menge der Banū Ġaṭafān stieß. Beide Seiten näherten sich einander, es kam jedoch nicht zum Kampf, da jeder den Gegner fürchtete. Schließlich verrichtete der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, Ṣalātu-l-Ḫauf (das Gebet bei Furcht) (für die Beschreibung dieses Gebets siehe den Titel: "Aṣ-Ṣalāh, das Gebet im Islam", Islamische Bibliothek) und zog mit seinen Leuten wieder ab. Der Feldzug wurde Ḏātu-r-Riqā‘ genannt, weil sie während des Zuges ihre Fahnen mit Flicken (Riqā‘) ausbesserten. Ein Mann vom Stamm Banū Muḥārib, namens Ġauraṯ, fragte seine Stammesgefährten von Banū Ġaṭafān und Muḥārib: »Soll ich euch nicht Muḥammad töten?«»Doch, aber wie willst du das anstellen?«, entgegneten sie ihm. »Indem ich ihn heimtükisch ermorde.« Ġauraṯ begab sich zum Propheten, der am Boden saß und sein Schwert auf dem Schoß liegen hatte, und fragte ihn: »Muḥammad, darf ich mir einmal dein Schwert betrachten?« Der Prophet bejahte. Ġauraṯ nahm das Schwert, zog es aus der Scheide und begann, es zu schwingen, um ihn zu erschlagen, doch Allāh hielt ihn davor zurück. Dann fragte Ġauraṯ: »Muḥammad, hast du denn keine Angst vor mir?« »Nein!«, antwortete der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, »weshalb sollte ich denn vor dir Angst haben?« »Fürchtest du mich denn nicht, wenn ich das Schwert in der Hand halte?« »Nein, Allāh wird mich vor dir schützen!« Da gab Ġauraṯ dem Propheten, Allāhs Segen und Friede auf ihm, das Schwert zurück. Darauf offenbarte Allāh (t) diesen Qur’an-Vers.Wahrlich, Allāh hatte einen Bund mit den Kindern Israels geschlossen; und Wir erweckten aus ihnen zwölf Führer. Und Allāh sprach: ”Seht, Ich bin mit euch, wenn ihr das Gebet verrichtet und die Zakāh entrichtet und an Meine Gesandten glaubt und sie unterstützt und Allāh ein gutes Darlehen gebt, dann werde Ich eure Missetaten tilgen und euch in Gärten