Sure Al-Māʾida (Die Tafel — المائدة) (Ayah 42)

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5 Al-Māʾida(المائدة), Ayah 42

سَمَّاعُونَ لِلْكَذِبِ أَكَّالُونَ لِلسُّحْتِ ۚ فَإِنْ جَاءُوكَ فَاحْكُمْ بَيْنَهُمْ أَوْ أَعْرِضْ عَنْهُمْ ۖ وَإِنْ تُعْرِضْ عَنْهُمْ فَلَنْ يَضُرُّوكَ شَيْئًا ۖ وَإِنْ حَكَمْتَ فَاحْكُمْ بَيْنَهُمْ بِالْقِسْطِ ۚ إِنَّ اللَّهَ يُحِبُّ الْمُقْسِطِينَ 42 ٤٢

Sie schenken dem Lügen Gehör und eignen sich Verbotenes an. Sollten sie zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen weg! Und wenn du dich von ihnen wegwendest, werden sie dir in Nichts schaden können. Und wenn du zwischen ihnen richtest, dann nur mit Gerechtigkeit. Gewiss, ALLAH liebt die Gerechten. (42)

Tafsir
"Und wen Allāh in Versuchung führen will, dem wirst du mit keiner Macht gegen Allāh helfen können": Wenn Allāh jemand im Zustand der Versuchung belassen und ihn im Stich lassen will, vermagst du für ihn nichts vom Wohlwollen und Beistand Allāhs zu erlangen. Das sind die, von denen Allāh nicht wollte, dass Er ihnen von Seinem Wohlwollen jenes gewährt, wodurch Er ihnen die Herzen reinigen würde. Sie gehören nämlich nicht zu den Leuten, die des Wohlwollens würdig sind; denn Allāh (t) weiß, dass das Wohlwollen bei ihnen ohne Nutzen und Erfolg bleiben wird. (Zam, Gät)Al-Māʾida 5:41 ff. - Diese Verse wurden in den ersten Jahren der Hiǧra offenbart, als die Juden noch in Al-Madīna lebten. In dieser Periode, als sie fortwährend gegen die Muslime intrigierten, wurden sie von den Heuchlern unterstützt. Beide Gruppen verstrickten sich immer mehr im Unglauben, was den Propheten traurig machte. Allāh (t) tröstet Seinen Gesandten, enthüllt der muslimischen Gemeinschaft das Streben dieser beiden Parteien und zeigt dem Propheten, wie er mit ihnen umzugehen hat. Zwei Personengruppen werden geschildert, närnlich die Heuchler und die Juden. Für beide setzte der Prophet (a.s.s.) sich ernsthaft und eifrig ein, und es muss eine große Enttäuschung für ihn gewesen sein, dass einige von ihnen so viel Starrsinn und Herzenskälte an den Tag legten. Allāh (t) fordert Seinen Gesandten nicht auf, seine Trauer zu unterdrücken, sondern tröstet ihn, dass er durch ihre üblen Machenschaften nicht den Mut verlieren soll, und ermutigt ihn, weiter geduldig für die Umerziehung eines Volkes zu arbeiten, von dem kein anderes Verhalten zu erwarten ist. Unter den Juden gab es solche, die bereitwillig jede Verleumdung gegen den Propheten aufnahmen. Sie hörten auf Berichte von Leuten, die ihn nicht einmal gesehen hatten. Sie sagen z.B. zu denen, die zu dem Gesandten geschickt wurden, um ihn nach dem Urteil zu fragen, über einen Mann und eine Frau von ihnen, die Ehebruch begangen hatten, und die sie nicht steinigen lassen wollten, wie es ihr Gesetz vorschrieb: ”Wenn euch von Mohammed die Erlaubnis gegeben wird, die beiden auszupeitschen, statt sie zu steinigen, so akzeptiert es, und wenn nicht, dann hütet euch davor, es anzunehmen oder zu billigen.“ Als sie zum Propheten kamen, fragte er sie nach der Strafe für Ehebruch, wie sie in der Thora steht, und sie sagten: ”Sie werden bloßgestellt und ausgepeitscht.“ Als sie aber die Thora aufschlugen, verbarg einer von ihnen den Vers über die Steinigung und las, was davor und danach stand. Da befahl ihm ‘Abdullāh Ibn Sallām, die Hand hochzuheben, und der Vers wurde sichtbar, und sie gestanden, dass Muḥammad, der Gesandte Allāhs die Wahrheit gesagt hatte. (ÜB)

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