Sure Ar-Raḥmān (Der Allerbarmer — الرحمن) (Ayah 23)

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55 Ar-Raḥmān(الرحمن), Ayah 23

فَبِأَيِّ آلَاءِ رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ 23 ٢٣

Also welche von den Wohltaten eures HERRN leugnet ihr beide ab?! (23)

Tafsir
Hier ist die Rede von zwei Meeren oder weiten Wasserflächen, einer süssen und einer salzigen, die durch eine "Scheidewand" (Barzaḫ) getrennt sind, die ihre Vermischung hindert. Die Ausleger wollen in dieser Stelle einen Hinweis auf die süßen Wässer des Šaṭṭ Al-‘Arab erkennen, die nach ihrer Mündung ins Salzmeer sich noch bis auf eine weite Entfernung unvermischt erhalten. Das Hindernis beruht auf einem von Allāh erschaffenen Naturgesetz. Wenn wir diese Aussage verallgemeiner, so kommen wir zum folgenden Ergebnis: Hier ist ein Hinweis auf den ständigen Wasserkreislauf auf der Erde. Das Süßwasser entsteht aus dem Salzwasser der Meere durch den Wind und die Sonnenstrahlen, wird in den Regenwolken gespeichert, und durch den Wind weit weggeweht. Es fällt dann als Regen auf die Berge und bildet Seen und gewaltige Flüsse, die überirdisch und unterirdisch strömen und die tote Erde mit Leben erfüllen. Dann fließen sie schließlich in die Meere, ohne dass sie deren Salzwasser verändern, und ohne dass das salzige Meereswasser das süße Wasser der Flüße und Seen verändert. Außer der Reinigung der Erdatmosphäre bieten die Meere Lebensraum für die vielfältigen Meeres-Lebewesen und den günstigen Handelsweg zwischen den Erdteilen. Das alles beweist die große Gnade Allāhs an die beiden Erdbewohner. (ÜB) (vgl. Hūd 11:37 ; Al-Kahf 18:60 ; Al-Anbiyāʾ 21:30 ; Al-Muʾminūn 23: 99 100; An-Nūr 24:45 ; Al-Furqān 25:53 ; An-Naml 27:61 ; Fāṭir 35:12 ;

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