Sure Al-Anʿām (Das Vieh — الأنعام) (Ayah 151)

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6 Al-Anʿām(الأنعام), Ayah 151

قُلْ تَعَالَوْا أَتْلُ مَا حَرَّمَ رَبُّكُمْ عَلَيْكُمْ ۖ أَلَّا تُشْرِكُوا بِهِ شَيْئًا ۖ وَبِالْوَالِدَيْنِ إِحْسَانًا ۖ وَلَا تَقْتُلُوا أَوْلَادَكُمْ مِنْ إِمْلَاقٍ ۖ نَحْنُ نَرْزُقُكُمْ وَإِيَّاهُمْ ۖ وَلَا تَقْرَبُوا الْفَوَاحِشَ مَا ظَهَرَ مِنْهَا وَمَا بَطَنَ ۖ وَلَا تَقْتُلُوا النَّفْسَ الَّتِي حَرَّمَ اللَّهُ إِلَّا بِالْحَقِّ ۚ ذَٰلِكُمْ وَصَّاكُمْ بِهِ لَعَلَّكُمْ تَعْقِلُونَ 151 ١٥١

Sag: 'Kommt, damit ich euch vortrage, was euer HERR euch für haram erklärt hat, nämlich dass ihr Ihm gegenüber keinerlei Schirk betreibt, die Eltern Ihsan gemäß behandelt und eure Kinder nicht aufgrund von Bedürftigkeit tötet – denn WIR gewähren euch und ihnen Rizq, und dass ihr euch den Verwerflichkeiten nicht nähert – weder dem Offenkundigen davon noch dem Verborgenen, und dass ihr den Menschen, den ALLAH für haram erklärte, nicht tötet, es sei denn gemäß des Rechts. Dies ist, was ER euch geboten hat, damit ihr nachsinnt. (151)

Tafsir
Die Sura Nr. 6 neigt dem Ende zu. Hier liegt sowohl ein "summa summarum" für das Gewesene in den vorangegangenen Versen der Sure Al-Anʿām als auch einige Bestimmungen des islamischen Rechts vor. Die Anrede im Vers ist an die gesamte Menschheit gerichtet. Der Glaubensgrundsatz an die Einzigkeit des Schöpfers ist Nr. 1 in der gesamten Aussage der Verse. Die Güte zu den Eltern, die unmittelbar danach folgt, bildet eine Wertstellung für die Eltern, die wir aus Al-Isrāʾ 17:23 resultieren können. Denn die Rechte der Eltern sind im Qur’ān gewöhnlich unmittelbar nach den Rechten Allāhs aufgeführt. Kindermord ist eines der furchtbarsten Verbrechen, nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch bis zur Gegenwart: FAZ 190/94 berichtet: ”In Indien ist die Ermittlung des Geschlechts eines Kindes vor der Geburt verboten. Das Parlament hat jetzt ein entsprechendes, bereits im Jahr 1991 von der Regierung eingebrachtes Gesetz verabschiedet. Wer gegen die Vorschriften verstößt, wird mit Gefangnis und einer Geldbuße bestraft. Ärzten kann die Approbation entzogen werden. Das Verbot der pränatalen Geschlechtsbestimmung soll der Abtreibung von weiblichen Feten entgegenwirken, die in Indien in den letzten 20 Jahren stark zugenommen hat. Mädchen werden von vielen Familien wegen der Mitgift als Bürde empfunden. Früher wurden deshalb viele Mädchen als Säuglinge vergiftet, etwa durch Opium, das man auf die Brust der Mutter strich. In besonders armen Gegenden Indiens werden auch heute noch Tausende weiblicher Säuglinge ermordet. Seit es möglich ist das Geschlecht von Ungeborenen zu ermitteln, werden Mädchen immer häufiger bereits im Mutterleib getötet. Die Zahl dieser Abtreibungen wird auf 50000 bis 80000 geschätzt. Dem neuen Gesetz zufolge dürfen künftig nur noch von der Regierung genehmigte Labors pränatale Tests vornehmen. Sie müssen sich auf die Analyse von vererbbaren Veränderungen oder angeborene Anomalien beschränken. Hinweise auf das Geschlecht des Kindes dürfen den Eltern nicht gegeben werden. Außerdem ist es verboten, für den Sextest zu werben. Gegner des Gesetzes bezweifeln, dass es seinen Zweck erfüllt. Sie befürchten, dass das Gewerbe im Untergrund betrieben wird.“ (vgl. oben Al-Anʿām 6:137 , Al-Anʿām 6:140 ; Al-Aʿrāf 7:33 ; Al-Isrāʾ 17:32 f.; Al-Furqān 25: 68 69 70 71 und die Anmerkungen dazu).Und kommt dem Vermögen der Waise nicht nahe, es sei denn zu ihrem Besten, bis sie ihre Volljährigkeit erreicht hat. Und gebt volles Maß und Gewicht in Billigkeit. Wir fordern von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Und wenn ihr eine Aussage macht, so übt Gerechtigkeit, auch wenn es einen nahen Verwandten (betrifft); und haltet

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