Sure Al-Anfāl (Die Beute — الأنفال) (Ayah 74)

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8 Al-Anfāl(الأنفال), Ayah 74

وَالَّذِينَ آمَنُوا وَهَاجَرُوا وَجَاهَدُوا فِي سَبِيلِ اللَّهِ وَالَّذِينَ آوَوْا وَنَصَرُوا أُولَٰئِكَ هُمُ الْمُؤْمِنُونَ حَقًّا ۚ لَهُمْ مَغْفِرَةٌ وَرِزْقٌ كَرِيمٌ 74 ٧٤

Und diejenigen, die den Iman verinnerlicht, Hidschra unternommen, Dschihad fi-sabilillah geleistet haben, und diejenigen, die (ihnen) Unterkunft gewährt und zum Sieg verholfen haben, diese sind die wahren Mumin. Für sie gibt es Vergebung und edles Rizq. (74)

Tafsir
Hier, am Ende dieser herrlichen Sura, handelt es sich um eine weitere Beschreibung der Lage der Gläubigen in Al-Anfāl 8:72 (vgl. die Anmerkung dazu). Die letzten Worte beziehen sich auf die tatsächliche Familienbindung durch Blutsverwandschaft. Damit schafft dieser Vers den unter den frühen Muslimen üblichen Verdacht ab, dass die "Helfer von Al-Madīna" (Al-Anṣār) bald mit den Auswanderen aus Makka (Al-Muhāǧirūn) in erbschaftlichen Beziehungen in Erscheinung treten würden. Denn Letztere kamen oft völlig mittellos in Al-Madīna an und erhielten durch diese Bruderschaft einen Anteil am Eigentum der jeweiligen Al-Anṣār. Als der Islam sich zu stabilisieren begann, gingen die Ausnahmeregelungen zu Ende, die für diese außergewöhnliche Periode von Wichtigkeit waren. Erbschaften und gegenseitige Verantwortlichkeiten wurden wieder den Blutsverwandtschaften zugeführt. (ÜB)

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