Die heidnischen Araber mochten keine Töchter haben, wie auch aus den beiden nächsten Versen deutlich wird. Oft töteten sie ihre neugeborenen Mädchen. In ihren ständigen Fehden waren Söhne eine Kraftquelle für sie; Töchter machten sie nur zu Opfern von demütigenden Überfällen. Die vorislamischen Araber glaubten, die Göttinnen Al-Lāt, Al-‘Uzza und Manāh (vgl.
Al-Mudschādila 58: 19⧉ 20⧉) sowie auch die Engel, die sie sich als weibliche Wesen vorstellten, seien Töchter Allāhs. Der Qur’ān sagt demgegenüber, dass Allāh (t) jeder Unvollkommenheit fernsteht, in sich Selbst vollkommen ist und somit auch frei von jener Unvollständigkeit, die mit der Vorstellung von "Nachkommenschaft" impliziert ist (vgl. ferner
Al-Anʿām 6:100 ⧉).