Jakob (arab.: Ya‘qūb) liegt im Sterben. Welche Angelegenheit beschäftigt ihn in der Stunde des Todes? Welche Erbschaft will er seinen Söhnen hinterlassen? Es ist nur der Glaube, der ihn in jener schweren Stunde beschäftigt. ”Wem werdet ihr dienen, wenn ich weg bin?“ Das ist alles, weswegen ich euch hierhergerufen habe.“ Wir ersehen hieraus nicht nur die Bedeutung, die der Glaube für Ya‘qūb (a.s.) hatte, sondern auch die Kontinuität, mit der der Glaube Ibrāhīms an seine Nachkommen weitergegeben wurde. Dass es durch die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch tatsächlich ein und dieselbe grundlegende Lehre war, die Allāh (t) Seinen Gesandten offenbarte, wird im Qur’ān vielfach (vgl. oben, Vers 130ff.; ferner:
An-Nisāʾ 4:125 ⧉;
Al-Anʿām 6:161 ⧉ff.;
An-Naḥl 16:123 ⧉;
Al-Ḥadsch 22:78 ⧉;
Al-Aḥzāb 33:7 ⧉f;
Ash-Shūrā 42:13 ⧉;
Al-Ḥadīd 57:26 ⧉f.) betont. Diese Glaubenslehre war, durch alle Zeiten hindurch, die Aufforderung zum "Islam", d.h. zur Ergebung in den Willen Allāhs. Alle späteren Ausprägungen der islamischen Religion, die Allāh (t) den Menschen aus Gnade als Rechtleitung - den besonderen Bedürfnissen ihrer Zeit entsprechend - offenbarte, waren in der Glaubenslehre Ibrāhīms bereits im Keim vorhanden (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek).