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Sure Al-Baqara — Ayah 219 (Deutsch) — Video

Al-Baqara • Ayah 219 von 286 • Deutsch


يَسْأَلُونَكَ عَنِ الْخَمْرِ وَالْمَيْسِرِ ۖ قُلْ فِيهِمَا إِثْمٌ كَبِيرٌ وَمَنَافِعُ لِلنَّاسِ وَإِثْمُهُمَا أَكْبَرُ مِنْ نَفْعِهِمَا ۗ وَيَسْأَلُونَكَ مَاذَا يُنْفِقُونَ قُلِ الْعَفْوَ ۗ كَذَٰلِكَ يُبَيِّنُ اللَّهُ لَكُمُ الْآيَاتِ لَعَلَّكُمْ تَتَفَكَّرُونَ 219
Übersetzung:
Und sie fragen dich nach dem Khamr und dem Glücksspiel. Sag: "In beiden sind große Verfehlungen und Nutzen für die Menschen, doch ihre Verfehlungen überwiegen ihrem Nutzen." Und sie fragen dich, wie viel sie geben sollen. Sag: "Den Überschuss." Solcherart verdeutlicht ALLAH euch die Ayat, damit ihr nachdenkt. Al-Baqara 2:219
Tafsir:
Dies ist ein berühmter Vers des Qur’ān. In diesem Vers wurde eine fundamentale Lehre niedergelegt, die - falls sie mit richtigem Ernst ausgeübt wird - zum Aufbau einer Wohlfahrtsgesellschaft führen wird. Die Gefährten des Propheten (a.s.s.) waren immer eifrig darin, ihren Reichtum im Wege Allāhs auszugeben. Sie wollten nichts für sich selbst behalten und waren ängstlich darauf bedacht, jede kleine Münze um des Islam willen auszugeben. Nachdem sie die Zakāh gezahlt hatten, fragten sie oft den Propheten, was sie noch mehr spenden sollten. In diesem Vers ist eine Antwort auf diese Frage gegeben! Allāh (t) sagt: Sie fragen dich, wie viel sie spenden sollen; sprich: Was über euren Eigenbedarf hinausgeht. Auf diese Weise kamen sie nicht in Verlegenheit, was ihren Wunsch anbelangte, ihren Reichtum um Allāhs Willen auszugeben; und nachdem sie ihre legitimen Bedürfnisse erfüllt hatten, konnten sie dem Land und dem Gemeinwesen dadurch dienen, aus ihrem überflüssigen Reichtum auszugeben. Diese Lehre des Islam kam zu einer Zeit, als der Verwaltungsapparat und die wirtschaftlichen Verhältnisse noch in einem Entwicklungsstadium waren. Die Verwaltung hatte keinen besonderen Sitz, durch den es Sozialeinrichtungen auf einem kollektiven Standard einrichten konnte. Daher überließ der Qur’ān diese Sache zur Entscheidung der Individuen, nach dem sie die Zakāh gezahlt hatten. Dies ist der Grund, warum der Qur’ān darauf Wert legt, die Armen zu speisen, die Bedürftigen zu unterstützen, den Waisen zu helfen. Heute, wo der Verwaltungsapparat sich zu solch einem Ausmaße entwickelt hat, dass er jeden Aspekt des menschlichen Lebens berührt, und das Gemeinwohl die Verantwortung des Staates wurde, ist es umsomehr notwendiger geworden, dass der überflüssige Reichtum, der nur unter einigen begüterten Leuten zirkuliert, an einem Platz konzentriert wird und unter regelmäßiger Planung hergegeben wird, die Armut zu beheben. Wenn dies die heutige Ordnung würde, so würde der Klassenkampf, der den Frieden der Menschheit in jeder Lebenssphäre zerstört, zu einem Ende kommen. (Nia) (vgl. dazu At-Tawba 9: 9 10 11)
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