Was die Belehrung des Menschen angeht vgl.
Al-Baqara 2:31 ⧉, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler"). Hier macht sich Satan ans Werk. Seine unheilvolle Aufgabe besteht darin, dass er versucht, den Menschen "straucheln" zu lassen. Die Frau ist nicht - wie im Alten Testament - für den Fehltritt Adams verantwortlich gemacht. Vielmehr verführte Satan beide gleichzeitig dazu, von den Früchten des verbotenen Baums zu essen. "Der eine von euch sei des anderen Feind" besagt nicht, dass einige Menschen Feinde der anderen sein sollen; denn diese Feindschaft entspricht nicht dem Wesen des Menschen, der gemeinsamen Abstammung von Adam und der Brüderlichkeit der Gläubigen. Die menschliche Persönlichkeit entfaltet sich durch gemeinsames Wirken, gegenseitige Liebe und Zusammengehörigkeitsgefühl. Wenn der Mensch einem anderen gegenüber Hass an den Tag legt, so tut er dies entgegen seinen natürlichen Charaktereigenschaften. Ewige Feindschaft jedoch herrscht zwischen Mensch und Satan. Die Verse 30 bis 36 bilden die Grundlage des islamischen Konzepts vom Menschen und seinem Verhältnis zur Umwelt. (ÜB)