Obwohl Salomon erst ein Junge war, war er nicht zu schüchtern, seinem Vater seine Ansicht vorzulegen. Wir lernen aus diesem Vers ganz allgemein, dass dann, wenn zwei Richter in einem Fall zu unterschiedlichen Urteilssprüchen kommen, beide als gerecht betrachtet werden, wenn auch nur das Urteil eines von ihnen gültig sein kann. Dasselbe Prinzip hat unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) deutlicher erläutert: ”Wenn ein Richter sein bestes tut, um eine richtige Entscheidung zu finden, erhält er doppelten Lohn, einmal in dem Fall für seine Bemühung und einmal für seine gerechte Entscheidung, und wenn sein Urteil falsch ist, einen einfachen Lohn, nämlich für seine Bemühung.“ (ÜB) Nach einer anderen Überlieferung sagte er: ”Richter sind von dreierlei Art, und nur eine davon kommt ins Paradies, nämlich derjenige, der die Wahrheit erkennt und dementsprechend sein Urteil fällt. Wer andererseits die Wahrheit erkennt und ihr zuwider urteilt, kommt in die Hölle, ebenso der, der ohne die notwendige Kenntnis über einen Fall entscheidet.“ Als einmal Abū Mūsā Al-Aš‘aryy, der eine äußerst schöne Stimme hatte, den Qur’ān vortrug, blieb unser Prophet, der gerade vorbeikam, stehen und hörte ihm lange zu. Als er seinen Vortrag beendet hatte, sagte der Prophet (a.s.s.): ”Diesem Mann ist etwas von Davids Melodie gegeben worden.“ (ÜB) (Was die Belehrung des Menschen angeht, vgl.
Al-Baqara 2:31 ⧉;
An-Naḥl 16: 48⧉ 49⧉ 50⧉;
Al-Isrāʾ 17:44 ⧉;
Sabaʾ 34: 10⧉ 11⧉;
Al-Ḥadīd 57:1 ⧉, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek).