Und die Budn machten WIR für euch von ALLAHs Riten. Für euch gibt es in ihnen Gutes. So erwähnt den Namen ALLAHs auf ihnen als sawaf. Und wenn sie auf ihre Seite fallen, dann esset davon und speist den Genügsamen und den Bittenden. Solcherart machten WIR sie für euch gratis fügbar, damit ihr euch dankbar erweist. Al-Ḥadsch 22:36 ⧉
Tafsir:
Das arabische Wort "Budn", das hier als "große Kamele" übersetzt wird, wird in den Vorschriften der Pilgerfahrt nicht nur auf Kamele bezogen, sondern auch auf Kühe. Denn Ǧābir(r) berichtete: ”Der Prophet, Allāhs Segen und Friede auf ihm, hat uns gebeten, dass wir uns zu siebt an einem Kamel oder an einer Kuh beteiligen.“ (ÜB) Die Kamele werden hier besonders erwähnt, da sie als das Größte gelten, was man opfern kann. Im Gegensatz zu anderen Tieren wird das Kamel mit angebundenen Beinen geschlachtet, während es steht. Beim Schlachten soll Allāhs Name über dem Tier ausgesprochen werden; erst dadurch ist sein Fleisch zum Verzehr geeignet. Verschiedene Formeln sind beim Schlachten üblich, die alle den Spruch "Bismillāh" (Im Namen Allāhs) enthalten. Die Gelehrten gehen davon aus, dass man die vollständige "Basmala", bei der die Attribute Allāhs "Ar-Raḥmān, Ar-Raḥīm" (des Allerbarmers, des Barmherzigen) enhalten sind, nicht verwenden soll. Stattdessen soll man die Worte "Allāhu Akbar" (Allāh ist größer) aussprechen. Während es in vorislamischer Zeit verboten war, dass man selbst von seinem Opfertier isst, kommt hier in Form einer Aufforderung die Erlaubnis für die Muslime, selbst davon zu essen. Wer zurückhaltend darum bittet, und wer Gaben dankbar und zufrieden entgegennimmt, verdient besondere Aufmerksamkeit bei der Verteilung. Man sollte versuchen festzustellen, wo wirkliche Bedürfnisse vorliegen. (ÜB)