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Sure Ash-Shuʿarāʾ — Ayah 77 (Deutsch) — Video

Ash-Shuʿarāʾ • Ayah 77 von 227 • Deutsch


فَإِنَّهُمْ عَدُوٌّ لِي إِلَّا رَبَّ الْعَالَمِينَ 77
Übersetzung:
Diese sind gewiss Feinde für mich, außer Dem HERRN aller Schöpfung, Ash-Shuʿarāʾ 26:77
Tafsir:
Tafsir-Auszug aus Ash-Shuʿarāʾ 26:69
Nach der Geschichte von Moses und den Kindern Israels (vgl. oben Ash-Shuʿarāʾ 26: 60 61 62 63 64 65 66 67 68) erfolgt nun eine Berichterstattung über Abraham (a.s.) und sein Volk, die chronologisch weit zurück liegt als die Geschichte der Kinder Israels. (Der Prophet Abraham wurde im Jahre 2160 vZtw. geboren und starb 1985 vZtw). Für die Banū Quraiš in Makka ist die Geschichte von Moses von großer Bedeutung in Bezug auf die Allmacht Allāhs (vgl. die Anmerkung zu Ash-Shuʿarāʾ 26: 60 61 62 63 64 65 66 67 68). Hier in diesem Versblock hat die Geschichte von Abraham (a.s.) eine besondere Beziehung zu den Makkanern, in deren Ortschaft er mit seinem Sohn Ismael die Al-Ka‘ba, das Haus Allāhs, gebaut haben, das als Wahrzeichen der Reinheit des Glaubens vor ihren Augen steht. In dieser qur’ānischen Geschichte Abrahams erfahren die Makkaner von seinem Kampf gegen die Götzendiener, während sie selbst dreihundertsechzig Götzenfiguren in dem Haus des Einzigen Gottes verehren. Dieser Zustand ist ohne jeden Zweifel beschämend - nicht nur für die Makkaner, die in der Gnade Allāhs nach Sure Quraiš leben, sondern auch für Juden und Christen, die in deren Umgebung und in Yaṯrib (später: Al-Madīna) lebten. Und deswegen weist der Qur’ān an verschiedenen Stellen daraufhin, dass der Islam nichts anderes als die Religion Abrahams ist, der weder ein Götzendiener, noch Jude, noch Christ war; denn diese beiden letzten Religionen entstanden erst Jahrhunderte nach seiner Zeit. Dieses historische Argument konnte weder von den Götzendienern noch durch Juden oder Christen widerlegt werden; denn die Götzendiener selbst mussten zugeben, dass der Götzendienst in Arabien erst Jahrhunderte nach Abraham (a.s.) entstanden ist, und ähnlich geht es Juden und Christen mit ihren Religionsformen. Die makkanischen Banū Quraiš schämten sich nicht mit denselben Worten zu argumentieren wie das Volk Abrahams in diesem Versblock damals argumentierte, und zwar mit dem Brauch der Vorväter. Auf diese Weise lehrt der Qur’ān, dass es, wenn es um den Glauben geht, keine Höflichkeitsbezeugungen geben darf, auch nicht gegenüber Vätern und Vorvätern. (vgl. Al-Baqara 2: 258 259 260; Al-Anʿām 6: 75 76 77 78 79 80 81 82 83; Maryam 19: 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50, 81-82; Al-Anbiyāʾ 21: 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70; Ash-Shuʿarāʾ 26: 78 79 80 81 82; As-Ṣāffāt 37: 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113;
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