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Sure Ar-Rūm — Ayah 21 (Deutsch) — Video

Ar-Rūm • Ayah 21 von 60 • Deutsch


وَمِنْ آيَاتِهِ أَنْ خَلَقَ لَكُمْ مِنْ أَنْفُسِكُمْ أَزْوَاجًا لِتَسْكُنُوا إِلَيْهَا وَجَعَلَ بَيْنَكُمْ مَوَدَّةً وَرَحْمَةً ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِقَوْمٍ يَتَفَكَّرُونَ 21
Übersetzung:
Ebenso zu Seinen Ayat zählt, dass ER für euch von eurem Wesen Partnerwesen erschuf, damit ihr bei ihnen Geborgenheit findet. Und ER setzte zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit. Gewiss, darin sind doch Ayat für Leute, die nachdenken. Ar-Rūm 30:21
Tafsir:
Tafsir-Auszug aus Ar-Rūm 30:20
Wenn Allāh (t) den ersten Menschen Adam ohne Vater und Mutter aus einer toten Materie, alsdann seine Gattin aus ihm selbst ohne Mutter erschaffen hat, und schließlich uns Menschen von Vater und Mutter durch natürliche Vermehrung entstehen ließ, dann gibt es dafür keinen Grund, Jesus als "Gott" oder "Sohn Gottes" zu verherrlichen, weil er ohne Vater entstanden ist. Der Leser möchte beim betrachten des Verses Ar-Rūm 30:21 daraufachten, dass Allāh (t) die "Liebe" zwischen Mann und Frau nicht erwähnt, sondern die zwischen den beiden gesetzte "Zuneigung und Barmherzigkeit". Der Grund dafür besteht darin, dass die "Liebe" eine Sache des Herzens ist, auf die der Mensch keine Herrschaft hat; somit ist die Liebe nicht beständig im Eheleben. Wenn diese verschwindet, dann bleibt zwischen den beiden "Zuneigung und Barmherzigkeit". Die Zuneigung geschieht durch das natürliche Verlangen zueinander und ist ein Produkt des Zusammenlebens, insbesondere wenn Kinder vorhanden sind. So erwähnt der Mann stoltz seine Frau als "Mutter" seiner Kinder und die Frau spricht stolz von ihrem Mann als "Vater" ihrer Kinder. Die Barmherzigkeit eines Menschen ist ein Produkt des Glaubens an Allāh (t) und der Mensch kann diese willkürlich ausüben, auch dann, wenn die Liebe nicht mehr da ist. Demnach ist die Familie, die anfangs durch sexuelle Anziehungskraft entstanden ist, eine soziale Einrichtung geworden, die nicht mehr durch die "Liebe" gegründet, sondern durch "Zuneigung und Barmherzigkeit" für alle Familienmitglieder. Aus diesem Grund hat ‘Umar Ibn Al-Ḫaṭṭāb (r) einen Mann, der sich von seiner Frau scheiden lassen wollte, weil er sie nicht mehr liebe, mit den Worten getadelt: ”Wehe dir, ist die Ehe nur durch Liebe gegründet? Sie ist vielmehr durch soziale Bindung und Barmherzigkeit gegründet!“ An dieser Stelle wird jedem scheidungswilligen Muslim und jeder scheidungswilligen Muslime ans Herz gelegt, ihre Angelegnheit nach diesen Maßstäben nachzudenken, bevor sie ihr Familienleben zerstören. (vgl. Āl Imrān 3:59 ; An-Nisāʾ 4:1 ; Al-Aʿrāf 7:189 ; Al-Isrāʾ 17:37 ; Al-Muʾminūn 23:12 und die Anmerkung dazu).
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