Wenn ihr Menschen dankbar seid, so ist es besser für euch; denn Allāh (t) belohnt die Dankbaren mit dem Paradies. Seid ihr dagegen undankbar, so schadet ihr euch selbst, da ihr den herrlichen Lohn nicht bekommt. Die Undankbarkeit schadet Allāh (t) auf keinen Fall; denn Er ist auf "keinen von euch angewiesen". Ob ihr an Ihn glaubt oder nicht, Er ist und bleibt der Erhabene Schöpfer der Himmel und Erde (vgl.
Āl Imrān 3:97 ⧉). Daraus geht hervor, dass Unglaube mit "Undankbarkeit" und "Treulosigkeit" identisch ist, während Glaube die natürliche Folge von Dankbarkeit bedeutet. (vgl.
Al-Anʿām 6:164 ⧉). Die Entscheidung über Dankbarkeit und Undankbarkeit steht Allāh (t) allein am Tage der Abrechnung zu. Dann wird niemand die Last eines anderen tragen, auch dann, wenn er der engsten Verwandtschaft gehört. Derartige Aussage erscheint im Qur’ān fünfmal in genau der gleichen Formulierung, nämlich hier und in
Al-Anʿām 6:164 ⧉;
Al-Isrāʾ 17:15 ⧉; 35:l8;
An-Nadschm 53:38 ⧉. Die letzte Stelle ist chronologisch die älteste. Hier enthält sie einen Hinweis auf die christliche Lehre von der stellvertretenden Sühne und damit indirekt auf den Heiligenkult, den der Islam ablehnt.