Die Juden sind zu weit gegangen, indem sie Jesus in seiner Stellung herabgesetzt haben, da sie ihn für ein uneheliches Kind von Maria (a.s.) hielten. Und die Christen sind zu weit gegangen, indem sie ihn über Gebühr erhöht haben, da sie ihn für einen Gott hielten. "... und sagt von Allāh nichts als die Wahrheit": Hier wird erklärt, dass Allāh darüber Erhaben ist, eine Gefährtin und ein Kind zu haben. Jesus wird als "das Wort Allāhs" (vgl.
Āl Imrān 3:39 ⧉) bezeichnet, weil er allem durch das Wort und den Befehl Allāhs und nicht mittels eines Vaters und eines Spermas entstanden ist. Aus diesem Grund wird er auch als "ein Geist von Ihm" bezeichnet (vgl.
At-Taḥrīm 66:12 ⧉). Er ist durch einen anderen Schöpfungsakt Allāhs erschaffen worden, und Dessen Macht (arab.: Qudra) ist uneingeschrankt. Nach Qur’ān haben die Christen erklärt, Allāh, Christus und Maria seien drei Götter, und Christus sei das Kind Gottes von Maria (vgl.
Al-Māʾida 5:116 ⧉;
At-Tawba 9:30 ⧉). Allāhs gehört vielmehr alles, was im Himmel und auf Erden ist (vgl. dazu
An-Nisāʾ 4: 131⧉ 132⧉, 170). Hier wird dargelegt, warum Allāh (t) frei von dem ist, was man ihm von seiten der Christen zugeschrieben hat. Wenn nämlich alles, was im Himmel und auf Erden ist, Allāhs Schopfung und Eigentum ist, wie soll dann eines seiner Eigentümer ein Stück von ihm sein, wo man doch mit Recht nur bei Körpern von einem Stück sprechen kann, während Allāh Erhaben über die Attribute der Körper und die unbeständigen Eigenschaften ist. (Zam, Gät) (vgl.
Al-Baqara 2:253 ⧉;
Āl Imrān 3:47 ⧉;
Āl Imrān 3:59 ⧉;
At-Tawba 9: 30⧉ 31⧉;
Al-Ḥidschr 15: 28⧉ 29⧉;
As-Sadschda 32:9 ⧉ und die Anmerkungen dazu).