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Sure Al-Māʾida — Ayah 103 (Deutsch) — Video

Al-Māʾida • Ayah 103 von 120 • Deutsch


مَا جَعَلَ اللَّهُ مِنْ بَحِيرَةٍ وَلَا سَائِبَةٍ وَلَا وَصِيلَةٍ وَلَا حَامٍ ۙ وَلَٰكِنَّ الَّذِينَ كَفَرُوا يَفْتَرُونَ عَلَى اللَّهِ الْكَذِبَ ۖ وَأَكْثَرُهُمْ لَا يَعْقِلُونَ 103
Übersetzung:
ALLAH hat weder Bahira noch Saiba noch Wasila noch Haam verordnet. Doch diejenigen, die Kufr betrieben haben, erfinden Lügen im Namen ALLAHs, und viele besinnen sich nicht. Al-Māʾida 5:103
Tafsir:
Hier handelte es sich um Brauchtümer der heidnischen Araber vor dem Islam. Baḥīra ist eine Kamelstute, die zehn Jahre lang geworfen hatte, woraufhin ihr Ohr geschlitzt und sie losgelassen wurde, um frei zu weiden. Wenn sie starb, wurde ihr Fleisch nur von den Männern gegessen, während es den Frauen verboten war. Sā’iba dagegen ist ein Kamel, das als geweihtes Tier losgelassen wurde, so dass es weiden konnte und nicht mehr zur Arbeit herangezogen werden durfte, gewöhnlich als Erfüllung eines Gelübdes. Als Waṣīla wurde irgendein Haustier bezeichnet, einschließlich Ziege oder Schaf, das beim siebten Wurf bzw. Deckungsakt ein männliches und ein weibliches Junges hervorgebracht hatte. Ḥām ist ein Kamelhengst, der losgelassen wurde, nachdem er zehn Junge gezeugt hatte. Viele Araber waren der Annahme, sie folgten der Religion Abrahams, die dieser von Allāh (t) gebracht hatte; denn sie hatten Allāh (t) nicht gänzlich verleugnet, sondern wussten um Seine Existenz, Seine Macht und Seine Lenkung der Geschehnisse des Daseins. Sie hatten jedoch selbst zusätzlich für sich Gesetze gemacht, die sie dann Allāh (t) zuschrieben. Somit waren sie in den Unglauben hineingeraten, wie alle Unwissenden immer und überall. (ÜB) (vgl. Al-Baqara 2:170 ; Al-Anʿām 6: 138 139, 143-144; Yūnus 10: 34 35 36 und die Anmerkungen dazu).
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