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Sure Al-Anfāl — Ayah 67 (Deutsch) — Video

Al-Anfāl • Ayah 67 von 75 • Deutsch


مَا كَانَ لِنَبِيٍّ أَنْ يَكُونَ لَهُ أَسْرَىٰ حَتَّىٰ يُثْخِنَ فِي الْأَرْضِ ۚ تُرِيدُونَ عَرَضَ الدُّنْيَا وَاللَّهُ يُرِيدُ الْآخِرَةَ ۗ وَاللَّهُ عَزِيزٌ حَكِيمٌ 67
Übersetzung:
Es gebührt keinem Propheten, Gefangene zu machen, bevor er (den Feinden) im Lande empfindliche Verluste zugefügt hat. Ihr strebt das Vergängliche vom Diesseits an, und ALLAH will (für euch) das Jenseits. Und ALLAH ist allwürdig, allweise. Al-Anfāl 8:67
Tafsir:
In der Schlacht von Badr nahmen die Muslime siebzig Gefangene und beschlossen, ein Lösegeld für sie anzunehmen. Unter den Gefangenen befanden sich Al-‘Abbās, der Onkel des Propheten, und ‘Allys Bruder ‘Aqīl, die später Muslime wurden. Al-‘Abbās war der Ahnherr und Begründer der späteren Abbassidendynastie, die in der islamischen Geschichte eine bedeutende Rolle spielen sollte. In seinem Fall ging das im Vers Al-Anfāl 8:70 ausgesprochene Versprechen voll in Erfüllung. Soweit in den Herzen der Gefangenen Gutes war, führte sie ihr Kampf gegen den Islam und ihre Gefangenschaft dazu, dass sie schließlich den Islam annahmen. (ÜB) Über die Gefangegenen von Badr äußerten die Gefährten des Propheten (a.s.s.) ihre Meinungen: Abū Bakr(r) plädierte für Vergebung und Freilassung der Gefangenen gegen Lösegeld mit der Begründung, ein solches Verhalten würde einige von ihnen veranlassen, die Wahrheit des Islam zu erkennen. ‘Umar Ibn Al-Ḫaṭṭāb (r) plädierte dagegen für die Tötung der Gefangenen; er sagte: ”Sie haben dich (o Prophet) geleugnet und vertrieben; so stelle sie bereit und schlag ihnen den Kopf ab.“ Die Entscheidung Allāhs darüber in diesem Vers wurde im 2. Jahr n.H. in Al-Madīna offenbart (vgl. den Titel: "Al-Fārūq ‘Umar Ibn Al-Ḫaṭṭāb", Islamische Bibliothek; ferner Muḥammad 47:4 und die Anmerkung dazu).
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