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Sure At-Tawba — Ayah 73 (Deutsch) — Video

At-Tawba • Ayah 73 von 129 • Deutsch


يَا أَيُّهَا النَّبِيُّ جَاهِدِ الْكُفَّارَ وَالْمُنَافِقِينَ وَاغْلُظْ عَلَيْهِمْ ۚ وَمَأْوَاهُمْ جَهَنَّمُ ۖ وَبِئْسَ الْمَصِيرُ 73
Übersetzung:
Prophet! Leiste Dschihad gegen die Kafir und die Munafiq und begegne ihnen mit Härte. Ihre Unterkunft ist Dschahannam und erbärmlich ist dieses Werden. At-Tawba 9:73
Tafsir:
Bis zu jenem Zeitpunkt der Offenbarung hatten die Muslime das Verhalten der Heuchler geduldet, einmal deswegen, weil die Gemeinschaft noch nicht stark genug war, sich auf innere Konflikte einlassen zu können, und zum anderen, um denjenigen eine Gelegenheit einzuräumen, die mit Zweifeln und Misstrauen zu kämpfen hatten. Nach dem Tabūk-Feldzug war es an der Zeit, diese Haltung zu ändern. Ganz Arabien hatte sich dem Islam angeschlossen, und eine erbitterte Auseinandersetzung mit äußeren Gegnern stand bevor. Deswegen war es notwendig, dass innere Feinde unschädlich gemacht wurden, damit sie nicht mit den äußeren Feinden eine Verbindung eingingen und so die Muslime gefährdeten. Zu beachten ist, dass dieser Vers die Muslime nicht auffordert, mit Waffengewalt gegen die Heuchler vorzugehen. Er bedeutet lediglich, dass die bisherige Politik der Toleranz ihnen gegenüber beendet sein sollte und sie nicht mehr als Teil der muslimischen Gemeinschaft anzusehen waren oder das Recht haben, auf ihre politischen Entscheidungen einzuwirken. (ÜB) (vgl. unten At-Tawba 9:123 ).At-Tawba 9:74 : Zu den Heuchlern aus den Stämmen Al-Aus und Al-Ḫazraǧ gehörte Ǧulās Ibn Suwaid; er war es, der einmal über den Propheten sagte: ”Wenn dieser Mann die Wahrheit spricht und wir ihm alles glauben, sind wir schlimmer als die Esel.“ ‘Umair Ibn Sa‘d war entschlossen, den Propheten, Allāhs Segen und Friede auf ihm, über diese Äußerung zu benachrichtigen, ohwohl er selbst zu dem Ǧulās gehörte. Bevor er Zum Propheten ging, hatte er Ǧulās erklärt: ”Von allen Menschen bist du mir der liebste, du hast dich mir gegenüber am großzügigsten gezeigt, und dir wünschte ich es am allerwenigsten, dass dich etwas Unangenehmes trifft. Wenn ich aber nun erzähle, was du gesagt hast, werde ich Schande über dich bringen. Schweige ich davon, wird mir mein Glaube verlorengehen. Da fällt mir ersteres noch leichter als letzteres.“ Mit diesen Worten ging ‘Umair zum Propheten, Allāhs Segen und Friede auf ihm, und erzählte ihm, was Ǧulās gesagt hatte. Dieser schwor dann dem Propheten bei Allāh, dass ‘Umair ihn verleumdet und er dergleichen nie geäußert habe. Darauf offenbarte Allāh den Qur’ān-Vers. Man behauptet, Ǧulās habe später aufrichtig bereut und sei als guter Muslim bekannt geworden (vgl. At-Tawba 9:61 ; Al-Fatḥ 48:26 ).
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