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Sure Al-Māʾida — Ayah 81 (Deutsch) — Video

Al-Māʾida • Ayah 81 von 120 • Deutsch


وَلَوْ كَانُوا يُؤْمِنُونَ بِاللَّهِ وَالنَّبِيِّ وَمَا أُنْزِلَ إِلَيْهِ مَا اتَّخَذُوهُمْ أَوْلِيَاءَ وَلَٰكِنَّ كَثِيرًا مِنْهُمْ فَاسِقُونَ 81
Übersetzung:
Und hätten sie den Iman verinnerlicht an ALLAH, an den Propheten und an das, was ihm hinabgesandt wurde, würden sie diese (die Kafir) nicht als Wali nehmen. Doch viele von ihnen sind Fasiq. Al-Māʾida 5:81
Tafsir:
Hier hadelt es sich um den Propheten Muḥammad (a.s.s.). D.h., dass von den Juden erwartet wurde, an die Botschaft des Qur’ān zu glauben und den Propheten (a.s.s.) zu unterstützen, statt sich mit den Götzendienern gegen ihn zu verbünden (vgl. At-Tawba 9: 30 31 und die Anmerkung dazu). Al-Māʾida 5:82 f. - Allāh (t) schildert hier, dass die Juden unnachgiebig sind und sich nur schwer zur Wahrheit bekennen, während die Christen von sanfter Gemütsart sind, sich leicht lenken lassen und einen Hang zum Islam haben. Wegen ihrer heftigen Feindschaft gegen die Gläubigen stellt Allāh (t) die Juden mit den Heiden zusammen, ja Er weist sogar darauf hin, dass sie in dieser Hinsicht an der Spitze stehen, da Er sie vor den Heiden nennt. Dasselbe tut Allāh in Al-Baqara 2:96 . So und schlimmer ist es wahrhaftig mit den Juden! Vom Propheten (a.s.s.) ist folgendes Wort überliefert: "Wenn zwei Juden mit einem Muslim allein sind, suchen sie ihn zu töten." Dass die Christen leicht zu behandeln sind und den Gläubigen in Liebe nahestehen, begründet Allāh (t) damit, dass es unter ihnen Priester und Mönche, das heißt Gelehrte und Diener gibt, und dass sie bescheidene und demütige Leute sind, die keinen Hochmut kennen, während es bei den Juden gerade umgekehrt ist. Es liegt hier ein klarer Hinweis darauf vor, dass das Bemühen um Wissen äußerst nützlich ist, am ehesten zum Guten hinführt und zum Erfolg leitet, selbst bei den Priestern. Dasselbe gilt für das Sorgen um das Jenseits und das Sprechen über das Ende, mögen diese auch durch einen Mönch erfolgen, und ebenso für die Freiheit von Hochmut, auch wenn es sich um einen Christen handelt. Wenn Allāh (t) die Christen dadurch charakterisiert, dass sie ein weiches Herz haben und weinen, wenn sie den Qur’ān vernehmen, so entspricht das dem, was man von dem Negus von Abessinien berichtet. Als sich die Auswanderer nach Abessinien bei ihm einstellten und die Heiden Verwünschungen aussprachen und ihn gegen die Auswanderer aufhetzten und Zwangsmaßnahmen gegen sie von ihm forderten, sagte er zu Ǧa‘far Ibn Abī Ṭālib: "Ist Maria in eurer Schrift erwähnt?" Darauf antwortete Ǧa‘far: "Es gibt in unserer Schrift eine Sura, die Maria gewidmet ist", und rezitierte diese Sura Nr. 19 bis zum Wort "Solcher Art ist Jesus, der Sohn der Maria" (Vers 34). Sodann rezitierte er die Sura Ṭā Hā (Nr. 20) bis zum Wort "Ist dir nicht die Geschichte von Moses zu Ohren gekommen?" (Vers 9), und der Negus weinte. Dasselbe taten auch seine siebzig Männer, die als Abgesandte zum Gesandten Allāhs kamen, als dieser ihnen die Sura Yā Sīn (Nr. 36) rezitierte und sie dann weinten (Zam, Gät).
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